{"id":283,"date":"2012-04-30T16:09:10","date_gmt":"2012-04-30T14:09:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.david-web.net\/?p=283"},"modified":"2012-05-02T07:13:55","modified_gmt":"2012-05-02T05:13:55","slug":"42195","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.david-web.net\/?p=283","title":{"rendered":"42,195&#8230;."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Schmerz erf\u00fcllt meinen K\u00f6rper, aber die Zufriedenheit ist gr\u00f6\u00dfer. Ich habe gestern den Hamburg Marathon in meiner pers\u00f6nlichen Bestzeit von 03:49:55 bew\u00e4ltigt. Ich bin stolz, zufrieden und befinde mich gleichzeitig in einem Loch &#8211; noch kann ich nicht ganz realisieren, dass ich mir gestern einen Traum erf\u00fcllt habe und das nach einem Jahr ohne Laufen und nur sieben Wochen (davon vier gezielter) Vorbereitung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Laufeinheiten wurden im Training immer l\u00e4nger. Von anf\u00e4nglich sechs Kilometer, bzw. 20 &#8211; 30 Wochenkilometern war ich schnell bei 60 &#8211; 70 Wochenkilometern. Irgendwann dann der verwegene Gedanke: Lauf doch in Hamburg den Marathon. Ja? Nein? Warum eigentlich nicht? Schnell war die Entscheidung gefallen: Ich laufe mit. Wie der Zufall so will wollte ein Vereinskamerad seinen Startplatz loswerden. Zufall und Gl\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Vorbereitung habe ich dann noch zwei lange L\u00e4ufe absolviert, beide in der von mir anvisierten Racepace von 05:24 min.\/km. Alles lief super. Also beste Voraussetzungen f\u00fcr den Wettkampf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Erinnerungen an mein Marathondeb\u00fct in Frankfurt sa\u00dfen noch tief &#8211; Der Mann mit dem Hammer bei km 30. Was hatte ich damals falsch gemacht, was muss ich anders machen. Als erstes die Ern\u00e4hrung. Kohlenhydratmast (oder auch Carboloading), dann die Verpflegung w\u00e4hrend des Wettkampfes. F\u00fcr beides hatte ich mit neue Strategien zurecht gelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Carboloading. Ich bin einfach der Empfehlung der ETH Z\u00fcrich gefolgt und habe mich drei Tag strikt an den <a title=\"Carboloading\" href=\"http:\/\/www.sfsn.ethz.ch\/sportnutr\/topics\/Carboloading.pdf\">Ern\u00e4hrungsplan <\/a>gehalten. Viel getrunken und meine sportlichen Aktivit\u00e4ten gegen Null gefahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wettkampfern\u00e4hrung. Gestartet bin ich in den Tag mit zwei Scheiben Toast (Honig &amp; Marmelade), einer Tasse Kaffee und 1\/2 L Wasser. Etwa eine Stunde vor Start habe ich dann noch einen <a title=\"Riegel\" href=\"http:\/\/www.dextro-energy.de\/sports_nutrition\/carbohydrate-bar.asp\">Sportlerriegel <\/a>gegessen. Mein Plan w\u00e4hrend des Laufes: Vier <a title=\"Gel\" href=\"http:\/\/www.dextro-energy.de\/sports_nutrition\/liquid-gel.asp\">Gels <\/a>(alle 7,5 km eins) und ab Kilometer 35 einen <a title=\"RedBull\" href=\"http:\/\/www.redbull.de\/cs\/Satellite\/de_DE\/Red-Bull-Energy-Shot\/001243044072584?pcs_c=PCS_Product&amp;pcs_cid=1243041559134\">Redbull Energy Shot <\/a>f\u00fcr die letzten Reserven. Zus\u00e4tzlich jede Wasserstation mitnehmen, die auf der Strecke liegt. Heute kann ich sagen: Ein Gel mehr w\u00e4re besser gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Wettkampftag war ich ungew\u00f6hnlich stark auf den Lauf fokussiert. Ich hatte fr\u00fch meine Handy ausgeschaltet und meine Umwelt fast ausgeblendet. In der S-Bahn habe ich mich mit zwei Videos motiviert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Almost IronWar\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ayD0U9mpAVE\">Ironman 2006 &#8211; Norman Stadler vs. Chris McCormack<\/a><br \/>\n<a title=\"TheSpirit\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-8XSit8XyeM\">The Spirit of Marathon<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Lauf. In Hamburg schien die Sonne und die Temperatur pendelte sich so bei 13\u00b0C ein. Leider wehte ein sehr kalter Wind. In meinem Startblock habe ich &#8211; trotz der mitgebrachten Rettungsdecke &#8211; sehr gefroren. Dann endlich der Startschuss. Leider musste ich feststellen, dass ich in einem Startblock stand f\u00fcr eine Startzeit um 04:30 &#8211; 05:00 Stunden. Es dauert einige Kilometer bis ich in meinen Tritt kommen und meine geplante Rennpace gehen konnte. Dann lief alles gut. Laufen, laufen, laufen &#8211; und genie\u00dfen! Der Hamburg Marathon ist ein Stra\u00dfenfest der Oberklasse. \u00dcberall standen Menschen und feuerten die L\u00e4ufer an. Teilweise hatten Familien ihr Sonntagsfr\u00fchst\u00fcck auf die Stra\u00dfe verlegt, um den L\u00e4ufern die n\u00f6tige Motivation zu geben. Toll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider war meine Familie bei meinen Schwiegereltern zu Besuch und konnte nicht am Streckenrand stehen. Trotzdem konnte ich immer wieder bekannte Gesichter erkennen. Mein ganz besonderer Dank geht hier an Harald (der mich nicht gesehen hat, den ich aber gesehen habe) und meine Arbeitskollegin und ihren Mann (die sich sogar an zwei Stellen positioniert hatten).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kilometer flogen nur so an mir vorbei. 7,5 &#8211; Ah, ja, das erste Gel &#8211; Wie, schon 15 und das zweite Gel? In meiner geplanten Geschwindigkeit n\u00e4herte ich mich der 30 Kilometer Marke. 30 km &#8211; Der Mann mit dem Hammer wartet. Oder nicht? Keine Ahnung. Kopfkino. Ausdauerwettk\u00e4mpfe werden im Kopf gewonnen. Meine Strategie, um meine negativen Gedanken zu vertreiben: Mantra artig habe ich mir immer wieder gesagt: &#8222;Bei Kilometer 30 wartet der Mann mit dem Hammer, aber du lachst ihm ins Gesicht. Du hast alles richtig gemacht!&#8220; Was soll ich schreiben: Es hat geklappt. Kein Einbruch, kein Gehen &#8211; Nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab 28 km sehe ich immer mehr Menschen um mich herum die Gehpausen einlegen. Das m\u00f6chte ich nicht. Ich will die 42,195 km am St\u00fcck laufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab Kilometer 38 wird es hart, aber nicht im Sinne von k\u00f6rperlichen Defiziten, nein der Kopf will einfach nicht mehr. Absolut nicht mehr. Einfach hinsetzen und gut ist. Noch 4 km laufen &#8211; ohne <a title=\"The best band.\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HKbQ3pm6u6g\">mich<\/a>. Hier war eine Menge an mentaler St\u00e4rke gefordert, um dem Drang nicht nachzugeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Motivierend waren die vielen Menschen, die die Stra\u00dfenr\u00e4nder s\u00e4umten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann das Ziel. Noch wenige Meter. Meine Uhr zeigt an, dass ich unter 03:50:00 bleiben kann. Ich gebe nochmal alles. Hole die letzten K\u00f6rnchen aus dem Feuer &#8211; und: 03:49:55 PB! Ich stehe im Zielbereich, bekomme eine Medaille um den Hals und kann mein Gl\u00fcck nicht fassen &#8211; Tr\u00e4nen in meinen Augen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Fazit: Marathon ist genial, macht Spa\u00df und ich habe Potenzial nach oben &#8211; Maybe next Year!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier noch die Daten von Polar: <a title=\"Polar\" href=\"http:\/\/bit.ly\/IgWiGY\">Klick!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schmerz erf\u00fcllt meinen K\u00f6rper, aber die Zufriedenheit ist gr\u00f6\u00dfer. Ich habe gestern den Hamburg Marathon in meiner pers\u00f6nlichen Bestzeit von 03:49:55 bew\u00e4ltigt. 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